Der Tanganjikasse im Ostafrikanischen Graben

 

Der Tanganjikasee ist der sechstgrößte See der Erde und liegt in den afrikanischen Staaten Demokratische Republik Kongo, Tansania, Sambia und Burundi. Mit einer Fläche von knapp 33 Tkm² ist er fast so groß wie Nordrhein-Westfalen. Er ist somit über 60 Mal größer als der Bodensee, also eine Dimension, die für einen Mitteleuropäer nur schwer vorstellbar ist. Die tiefste Stelle ist mit 1.470 Metern angegeben (Quelle: Wikipedia), was den Tanganjikasse zum zweittiefsten See der Erde macht. Da ab einer gewissen Tiefe kein Wasseraustausch mehr stattfindet, spricht man hier von fossilen Wasserbeständen, die sich vor mindestens 10.000 Jahren gebildet haben.

Die Buntbarsche dominieren im Tanganjikasee. Es gibt neben Fiederbartwelsen (Synodontis) aber auch Salmler, Zahnkärpflinge und eine Reihe anderer Fische. In Ausgabe 2|2017 von VDA-aktuell (ISSN 1863-4648) sind in einem Tangnajika-Spezial weitere Arten beschrieben.

Der Tanganjikasee wurde als «bedrohter See des Jahres 2017» ausgerufen. Dieser traurige Titel verlieh die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) an den zweitgrößten See Afrikas. Die wachsende Bevölkerung der Anrainerstaaten führte zu einer starken Übernutzung des Gewässers, hieß es in der Mitteilung von GNF. Insbesondere Schadstoffe aus Industrie, Handwerk und häuslichen Abwässern gelangen ohne jegliche Vorbehandlung in den See. Aber auch der Klimawandel wirkt sich inzwischen auf Gewässer wie den Tanganjikasee aus.

Einen guten Eindruck von dem See kann man sich mit Hilfe der DVD „Faszination Tanganjikasee“ (75 Minuten) von Siegfried Loose verschaffen - siehe hierzu Literatur-Tipps auf schneckencichliden.net

 

      


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